Manische Depression

Manische Depression

Wie erkennt man eine manische Depression? Jeder Mensch hat Tage, an denen es einem seelisch nicht gut geht. Unsere Stimmung hängt von vielen Faktoren ab. Mal geht es einem so richtig gut, weil man vielleicht gerade frisch verliebt ist. Dann gibt es wieder die Tage,in denen alles grau in grau erscheint. Oft hat das äußere Ursachen, Streit mit dem Partner oder Ärger im Job. Diese Stimmungsschwankungen sind völlig menschlich und noch kein Grund zur Besorgnis. Krankhaft wird es dann, wenn sich die Gemütslage von jetzt auf gleich ändert. Sollte dies öfter passieren, kann eine manische Depression die Ursache sein. Dies beruht nicht auf äußere Umstände, sondern die Stimmungsschwankung tritt plötzlich wie eine Naturgewalt auf. Das besondere an manische Depressionen ist das der Stimmungswechsel in beide Richtungen geht. Es kann also sein, das der Patient auf einmal völlig euphorisch ist oder aber abgrundtief traurig. Wer an Depressionen leidet, ist in seiner Traurigkeit gefangen. Bei einer manischen Depression wechselt der seelische Zustand von einem Extrem ins andere. Am Anfang der Erkrankung treten diese Stimmungsschwankungen phasenweise auf.

Es gibt dazwischen immer depressive Phasen die völlig unauffällig sind. Daher ist eine manische Depression gar nicht so einfach zu erkennen. Erst wenn die Erkrankung unbehandelt bleibt, werden die Abstände der Stimmungsschwankungen kürzer. Das ist dann der Zeitpunkt, an dem es auch Angehörigen und Freunden auffällt. Der Patient selber merkt schon früher dass irgendwas nicht stimmt. Meist hat er ein geringeres Schlafbedürfnis, ist ruhelos, zerstreut und in vielen Dingen überschätzt er sich selber.

Wodurch wird eine manische Depression ausgelöst?

So genau kann man das natürlich nicht sagen. Eine klassische Erbkrankheit ist es nicht. Allerdings besteht schon eine genetische Prädisposition. Wer also in der Familie jemanden hat, der eine manische Depression hat, ist für diese Erkrankung anfälliger. Aber auch Umweltfaktoren spielen eine Rolle. Beides zusammen kann zu dieser Erkrankung führen. Sicher wird der Ausbruch einer Manischen Depression auch durch äußere Umstände beeinflusst. Stress, aber auch belastende Lebenssituationen können zum Auslöser werden.

Ist eine manische Depression heilbar?

Wer an Depressionen oder auch eine manische Depression hat, wird diese Erkrankung lebenslang haben. Aber, das ist das Positive, man kann lernen, damit umzugehen. Diese Erkrankung ist absolut behandelbar. Es gibt stabilisieren Medikamente die akute depressive manische Phasen abschwächen können. Allerdings gehört zu einer guten Behandlung auch immer eine Psychotherapie. Hier ist die Mitarbeit des Patienten am wichtigsten. Wer seine Erkrankung annimmt kann lernen, mit dieser Erkrankung ein ganz normales, geregeltes und erfüllte Leben zu führen. Das alles kostet natürlich Zeit. Bei fast allen seelischen Erkrankungen ist es leider nicht damit getan, ein paar Tabletten zu nehmen. Diese Art der Erkrankungen bedeutet für den Patienten Mitarbeit in der Therapie.

Wie sollten Angehörige mit der Erkrankung umgehen?

Wer einen Angehörigen hat, der eine manische Depression hat, steht oft vor einer schwierigen Situation. Meistens ist es der Angehörige, der dem Erkrankten klarmacht, das er ärztliche Hilfe braucht. Es ist für Angehörige nicht einfach, die depressiven Phasen einer manischen Depression zu ertragen. Angehörige sollten in dem Zusammenhang auch auf sich selber achten. Allzu leicht wird der Angehörige sonst auch noch in eine Depression getrieben. Auch ist es wichtig, zu akzeptieren, dass eine manische Depression eine schwere Erkrankung ist. Wichtig ist in jedem Fall so viel Informationen wie möglich über die Erkrankung zu bekommen. In erster Linie können hier die behandelnden Ärzte informieren, aber auch viele gute Bücher sind über dieses Thema geschrieben worden. Auch der Patient sollte so gut wie möglich informiert sein. Sollte der Angehörige Suizidabsichten äußern, das kommt in einer depressiven Phase relativ häufig vor, sollten Angehörige dies ernst nehmen. Die Wahrnehmung des Erkrankten ist in so einer Phase absolut gestört. Falls es nicht möglich ist, positiv auf den Patienten einzuwirken, sollte ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden. Natürlich sollte der Angehörige immer versuchen den Erkrankten durch Ablenkung aus depressiven Phasen zu befreien. Dies ist so manches Mal auch möglich. Sicher sollte man den Patienten nicht überfordern. Befindet er sich in der depressiven Phase ist er schwach und antriebslos. Die euphorische Phase ist für manchen Angehörigen leichter zu ertragen. Es sei denn, diese Phase äußerst sich in absoluten Größenwahn und Selbstüberschätzung. Angehörige können zwar Verständnis zeigen, aber sollten sich bewusst sein, das nur eine richtige Medikamenteneinstellung und eine gute Psychotherapie langfristig zum Erfolg führt.


Fazit:

Wer eine manische Depression hat, sollte sich schnellstmöglich professionelle Hilfe holen. Diese Erkrankung ist nicht heilbar, aber in den Griff zu bekommen. Es ist eine schwerwiegende Erkrankung die man genauso ernst nehmen sollte wie jede körperliche Erkrankung.

Quellen& Links:

https://www.tk.de/techniker/service/gesundheit-und-medizin/behandlungen-und-medizin/psychische-erkrankungen/manisch-depressiv-leben-zwischen-extremen-2016496

 

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